07.02.2012
VfK Schifferstadt mit dem besten Nachwuchs
Rheinland-Pfalz-Meisterschaften 2012 der Jugend im klassischen Stil in Schifferstadt
Eine Woche nach den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im freien Stil in Bingen kämpften in Schifferstadt die besten Nachwuchsringer aus den drei Landesorganisationen Pfalz, Rheinhessen und Rheinland im klassischen Stil um Medaillen und Meistertitel. Und dabei war der Nachwuchs des pfälzischen Traditionsvereins am erfolgreichsten: Der VfK 07 Schifferstadt gewann die Vereinswertung und holte auch die meisten Goldmedaillen.
Allerdings mussten die Verantwortlichen in diesem Jahr einen deutlichen Teilnehmerrück-gang bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften hinnehmen. Nur 123 Ringer aus 15 Vereinen gingen in der Wilfried-Dietrich-Halle im Sportzentrum in Schifferstadt auf die Matten. Im vergangenen Jahr in Speyer waren es noch 152 Sportler aus 17 Vereinen. Auch in den Jahren zuvor hatte es mehr Teilnehmer bei diesen Titelkämpfen gegeben, so 2010 in Schifferstadt mit immerhin 192 Athleten, 2009 in Laubenheim mit 139 Sportlern.
Die größten Teams bei den diesjährigen Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im griechisch-römischen Stil stellten der Gastgeber aus Schifferstadt und die WKG Untere Nahe mit jeweils 16 Sportlern sowie die WKG Metternich/Rübenach mit 15 Ringern. Vorjahressieger Rhein-landeiche Büdesheim, im vergangenen Jahr mit 27 Sportlern auf den Matten, war diesmal nur mit zehn Ringern vertreten.
In der Vereinswertung erreichte die WKG Untere Nahe hinter dem VfK 07 Schifferstadt mit 69 Punkten den zweiten Platz. Die Schifferstädter holten 77 Punkte. Dritter wurde der Nachwuchs vom AC Thaleischweiler mit 63 Punkten.
5. Februar 2012/dj
Die Ergebnisse:
A-Jugend: 42 kg: 1. Lukas Wombacher (Schifferstadt); 46 kg: 1. Jonas Köhmstedt (Metter-nich/Rübenach); 50 kg: 1. Vladislav Wagner, 2. Alexander Mayer (beide Untere Nahe); 54 kg: 1. Justin Eich (Untere Nahe), 2. Samir Eghbali (Schifferstadt), 3. Sebastian Stretz (Thaleischweiler); 58 kg: 1. Ahmad Shahab (Schifferstadt); 63 kg: 1. Lukas Demberger, 2. Erino Schäfer, 3. Fabian Schneller (alle Thaleischweiler); 69 kg: 1. Kristof Maaß (Mittel-/Kirchenbollenbach), 2. Artem Gofman (Karthause); 76 kg: 1. Furkan Yildirim (Friesenheim), 2. Jannis Helbing (Untere Nahe), 3. Josia Schäfer (Thaleischweiler); 85 kg: 1. Daniel Sterzer (Pirmasens), 2. Tim Wafzig (Thaleischweiler), 3. Ramazan Akgün (Schifferstadt); 110 kg: 1. Etka Sever, 2. Mustafa Bayram (beide Schifferstadt).
B-Jugend: 34 kg: 1. Muhammed Ali Bayram (Büdesheim), 2, Marvin Schönbild (Metter-nich/Rübenach), 3. Aleksander Logunuv (Untere Nahe); 38 kg: 1. Schahram Eghbali (Schif-ferstadt), 2. Gianluca Polizzi (Nackenheim); 42 kg: 1. Marcel Eich (Untere Nahe), 2. Sebastian Jekimow (Thaleischweiler), 3. Salomon Schreiber (Speyer); 46 kg: 1. Aaron Köhler (Schifferstadt), 2. Frederik Brandt (Boden), 3. Ruben Härle (Mainz); 50 kg: 1. Pascal Martini (Metternich/Rübenach), 2. Simon Tettenborn (Speyer), 3. Max Groh (Pirmasens); 54 kg: 1. Kürsat Yilmaz (Friesenheim), 2. Robert Maier (Büdesheim); 63 kg: 1. Leonardo Jann (Fehrbach); 69 kg: 1. Biourn Mayer (Untere Nahe); 76 kg: 1. Dennis Eldes (Büdesheim).
C-Jugend: 25 kg: 1. Leo Heinrich (Speyer); 30 kg: 1. Salomon Hocenko (Speyer), 2. Emilia Borczon (Metternich/Rübenach), 3. Lea Wombacher (Schifferstadt); 34 kg: 1. Jan Briegel (Schifferstadt), 2. Angelo Klein, 3. Nino Loritz (beide Untere Nahe); 36 kg: 1. Finn Kischnick (Oberstein), 2. Marc Maier (Büdesheim); 41 kg: 1. Max Bondar (Thaleischweiler), 2. Benja-min Herget (Speyer), 3. Danny Veith (Untere Nahe); 47 kg: 1. Batuhan Dindar (Mainz), 2. Kevin Gremm (Untere Nahe), 3. Marius Scheloske (Boden); 49 kg: 1. Arne Kornrumpf (Met-ternich/Rübenach), 2. Bekir Demir (Mainz), 3. David Hocenko (Speyer); 54 kg: 1. Johannes Skidan (Thaleischweiler); 60 kg: 1. Tamerlan Paschajew (Mainz).
D-Jugend: 19 kg: 1. Aaron Niachos (Friesenheim); 28 kg: 1. Kevin Miller (Thaleischweiler), 2. Robin Kraus, 3. Philipp Ammermann (beide Schifferstadt); 30 kg: 1. David Reichert (Speyer), 2. Alexander Fangrat (Boden), 3. Jason Partenheimer (Büdesheim); 32 kg: 1. Burak Demir (Mainz), 2. Luca Taibi (Oberstein), 3. Oliver Maaß (Mittel-/Kirchenbollenbach); 35 kg: 1. Christian Hermann (Schifferstadt), 2. Dean Oehrlein (Mainz), 3. Rasim Tatli (Untere Nahe); 38 kg: 1. Cihan Besli (Mainz), 2. Roman Klar (Thaleischweiler), 3. Dean Stiewing (Friesenheim); 45 kg: 1. Julian Fahrnbach (Speyer).
E-Jugend: 21 kg: 1. Noel Zimbelmann (Büdesheim), 2. Jan Vielmuth (Nackenheim); 22 kg: 1. Noah Niachos, 2. Justin Green (beide Friesenheim); 25 kg: 1. Robin Schröck (Oberstein), 2. Nico Schönbild (Metternich/Rübenach), 3. Celine Briegel (Schifferstadt); 26 kg: 1. Leon Hermann (Büdesheim), 2. Elia Taibi (Oberstein), 3. Constantin Löwe (Thaleischweiler); 29 kg: 1. Simon Dieterle (Boden), 2. Muhammed-Ünal Yilmaz (Friesenheim), 3. Daniel Friauf (Pirmasens); 33 kg: 1. Maxim Zys (Pirmasens), 2. Jason Heilmann (Metternich/Rübenach).
Vereinswertung: 1. VfK 07 Schifferstadt (77 Punkte/7 Titel/16 Teilnehmer), 2. WKG Untere Nahe (69/4/16 Teilnehmer), 3. AC Thaleischweiler (63/4/13), 4. WKG Metternich/Rübenach (56/3/15), 5. AV 03 Speyer (54/4/14), 6. Rheinlandseiche Büdesheim und KSC Friesenheim (jeweils 46/4/10).
Bericht von Dieter Junker
Zu ungestüm im Vorwärtsgang
29.11.2011
Ringen WKG Metternich/Rübenach verliert gegen Untere Nahe und verpasst Tabellenplatz drei.
Von RZ Redakteur Stefan Kieffer.
Metternich. Der Traum vom dritten Tabellenplatz blieb unerfüllt, doch zur Depression bestand kein Anlass. Nach der 15:23-Niederlage im letzten Saisonkampf der Oberliga gegen die WKG Untere Nahe zogen die Verantwortlichen der WKG Metternich/Rübenach ein zufriedenes Fazit. „Wir haben vor allem in der Rückrunde saumäßig stark gerungen“, bilanzierte WKG-Trainer Michael Macher, „und in der nächsten Saison werden wir mit unseren jungen Ringern noch stärker sein.“
Vor allem an Erfahrung fehlt es Machers Schützlingen noch, wie der Trainer beklagte. Die Kritik richtete sich vor allem an Eugen Aiberspach, der am letzten Kampftag so erpicht darauf war, sich für die Schulterniederlage im Hinkampf gegen Kristof Maaß zu revanchieren, dass er im ungestümen Vorwärtsdrang ausgekontert wurde und wieder auf beiden Schultern landete. 
Die Ringerstaffel der WKG Metternich/Rübenach vor dem letzten Saisonkampf: Von links Dominic Zeigermann, Eugen Aiberspach, Jonas Hergenröther, Tim Pangsy, Roman Dostert, Julien Grieß, Eduard Aiberspach, Jakob Hergenröther, Max Furin und Pascal Martini. Foto privat
Das geschah zu einem Zeitpunkt, als die Koblenzer tatsächlich auf dem Weg zur ersehnten Überraschung schienen. Nach der Auftaktniederlage von Pascal Martini, der immerhin nicht auf die Schultern ging, war Altmeister Tim Pangsy wieder einmal seiner Vorbildrolle gerecht geworden und hatte Carsten Weber nach allen Regeln der Ringerkunst ausgepunktet. Hinterher freute sich der Bundeswehrsoldat, der sich seine schmerzhafte Schulterverletzung nicht hatte anmerken lassen: „Ich habe nicht nur durchgehalten, sondern auch den Zuschauern was geboten.“ Sein Ziel, eine Saison lang ungeschlagen zu bleiben, hatte Pangsy mit dem zehnten Sieg erreicht; da grämte es ihn nur ein bisschen, dass er viermal aus beruflichen Gründen gefehlt hatte.
Eher unerwartet kam der klare Punktsieg von Julien Grieß im Schwergewicht gegen den 35-jährigen Marco Fischer, während Max Furin gegen den jungen Vladislaw Wagner erst nach eine verlorenen Runde so richtig auf Touren kam. Jonas Hergenröther schöpfte beim 1:3 gegen Christopher Adu seine Möglichkeiten nicht voll aus; „ich hätte mir einen Rundengewinn mehr erhofft“, kritisierte Trainer Macher.
Zur Pause führten die Metternicher und Rübenacher mit 11:8. „Bisher läuft alles nach Plan“, meinte Mannschaftsführer Günter Peifer, „aber jetzt kommt ein Schlüsselkampf.“ Der schnell entschieden war, weil sich Roman Dostert im Freistilkampf gegen den schnellen Wassili Iwanow früh am linken Arm verletzte und nur mit halber Kraft kämpfen konnte. Immerhin hielt er den Schaden in Grenzen, gab nur drei Punkte ab.
Neue Hoffnung schöpften die Gastgeber mit dem schnellen Schultersieg, den Eduard Aiberspach gegen Jannis Helbing errang. Vor den letzten beiden Kämpfen schien beim Stand von 15:15 alles möglich, die Emotionen kochten auf beiden Seiten hoch.
Doch dann verlor Eugen Aiberspach, und im letzten Kampf hätte Dominic Zeigermann gegen Sebastian Klostermann einen Vierer gebraucht, um seinem Team ein Remis zu retten. Daraus wurde nichts; Zeigermann attackierte zu ungestüm gegen den angeschlagenen Kontrahenten, der trotz angeknackter Rippe seine Konterchancen nutzte und einen weiteren Schultersieg feierte.
WKG Metternich/Rübenach – WKG Untere Nahe15:23
50 kg (G): Pascal Martini – Alexander Mayer 1:17 (0:5, 1:4, 0:8); 0:4. 120 kg (F): Julien Grieß – Marco Fischer 9:4 (4:2, 2:0, 3:2): 3:4. 55 kg (F): Max Furin – Vladislaw Wagner 8:4 (1:3, 2:1, 2:0, 3:0); 6:5. 96 kg (G): Tim Pangsy – Carsten Weber 17:1 (7:1 4:0, 6:0); 10:5. 60 kg (G): Jonas Hergenröther – Christoph Adu 8:9 (3:5, 0:1, 5:0, 1:2); 11:8. 84 kg (F): Roman Dostert – Wassili Ivanow 2:9 (1:4, 0:2, 1:3); 11:11. 66 kg (F): Jakob Hergenröther – Radostin Ganev (1:6, 1:3, 0:4); 11:15. 74 kg (G): Eduard Aibersbach Schultersieger 1. Runde gegen Jannis Helbing; 15:15. 66 kg (G): Eugen Aiberspach Schulterniederlage 3. Runde (6:1, 3:4, 0:8) gegen Kristof Maaß; 15:19. 74 kg (F): Dominik Zeigermann Schulterniederlage 3. Runde (0:1, 6:0, 1:3) gegen Sebastian Klostermann; 15:23.
Quelle Rhein-Zeitung 29.11.2011
Erhitzte Gemüter am Mattenrand
29.11.2011 -
Ringen Gästetrainer Helbing geht mit einem alten Bekannten in den Verbalclinch.
Metternich. Schon zur Pause war Gästetrainer Karl-Heinz Helbing in den verbalen Clinch mit Mattenleiter Abdollah Hadji-Ahmat gegangen, dem er falsche Entscheidungen zu Ungunsten seines Teams vorwarf. Und Bernd Mayer, der Betreuer der Nahe-Ringer, meine kopfschüttelnd: „So schlecht habe ich den Abdollah noch nie pfeifen sehen.“ Der gebürtige Iraner nahm die Kritik gelassen hin und stellte lächelnd fest: „Ich pfeife, was ich sehe.“
Dazu muss man wissen, dass Helbing und Hadji-Ahmat vor 34 Jahren (!) gemeinsam in der Ringerstaffel des ASV Mainz 88 standen, die 1977 den Deutschen Meistertitel gewann. Unter solch alten Bekannten ist schon mal ein offenes Wort erlaubt, ohne dass die Freundschaft leidet.
Ernster war da schon der Unmut, der sich am Auftritt des begabtesten Gästeringers Radostin Ganev entzündete. Der Bulgare begnügte sich nämlich nicht damit, den tapferen Jakob Hergenröther wie geplant deutlich auf Distanz zu halten, er provozierte und verhöhnte seinen Gegner (und das Publikum) vielmehr über die gesamte Kampfdauer und feierte seinen „Vierer“ schließlich mit einem völlig überzogenen Freudentanz, der die Gemüter der einheimischen Fans noch weiter erhitzte.
Als schließlich alles vorbei und entschieden war, beruhigten sich die Streithähne auch schnell wieder. Gästetrainer Helbing strahlte: „Meine Teenie-Truppe hat triumphiert“ und verwies auf seinen langfristigen Plan: „Im fünften Jahr wollen wir hoch in die zweite Liga; ich bin jetzt drei Jahre hier.“
Von solchen Ambitionen sind die Metternicher und Rübenacher derzeit noch weit entfernt. Immerhin deutete Michael Macher an, auch in der kommenden Saison das Traineramt ausüben zu wollen; vielleicht kehrt der 40-Jährige ja sogar noch mal auf die Matte zurück. Genügend Fans hat er, denen er eine Freude machen würde.
Auf alle Fälle dürfen sich die Koblenzer Ringerfreunde auch in der kommenden Runde auf das Duell mit der ambitionierten Nahe-Staffel freuen – Emotionen sind garantiert. kif
Quelle Rhein-Zeitung 29.11.2011
WKG Metternich/Rübenach will die unverhoffte Chance auf Platz drei nutzen
25.11.2011 -
Ringen Saisonfinale gegen die WKG Untere Nahe.
Metternich. Den Oberligaringern der WKG Metternich/Rübenach winkt in diesem Jahr eine entspannte Vorweihnachtszeit, denn anders als in den vergangenen Regionalligajahren endet die Saison für die WKG-Staffel bereits am ersten Adventswochenende – das allerdings mit einem Knaller.
Denn gegen die WKG Untere Nahe, den Zusammenschluss der Traditionsvereine VfL Bad Kreuznach und Langenlonsheimer SC, geht es für die WKG am Samstag (20 Uhr, Oberdorfhalle) nicht nur um Revanche für die 12:27-Niederlage aus dem Hinkampf, sondern auch um den dritten Platz in der Endabrechnung. Den hätte die junge Staffel mit einem Heimsieg sicher. Doch ob es dazu kommt?
„Nach der Papierform hat unser Gegner mehr Siegringer aufzubieten“, räumt Mannschaftsführer Günter Peifer ein, „wenn wir gewinnen wollen, muss alles klappen – und eigentlich noch ein bisschen mehr.“ Im Hinkampf blieben einige der WKG-Athleten unter ihren Möglichkeiten und kassierten „Niederlagen, die so nicht eingeplant waren“, erinnert sich Peifer. Nach einer bärenstarken Rückrunde wird es den Koblenzern an der richtigen Form nicht fehlen. „Es wird knapper als im Hinkampf“, versichert Peifer, der keine taktischen Pokerspielchen plant: „Wir stellen die bestmögliche Mannschaft und hoffen, dass vielleicht die anderen Fehler machen.“
Dass es überhaupt zu diesem Finale um Platz drei kommt, haben sich die Untere-Nahe-Ringer selbst zuzuschreiben, denn sie kassierten zwei völlig unnötige Niederlagen. Gegen den AC Thaleischweiler fehlte plötzlich ein Mann beim Wiegen, weil der zu Hause noch schnell seine Klamotten holen wollte. Und beim KSC Friesenheim wurde der erfolgreichste Nahe-Ringer Radostin Ganev, der auf der Matte nur gegen den Mainzer Erhan Halib verloren hat, wegen eines angeblich provokativen Freudentänzchens nach gewonnenem Kampf disqualifiziert.
Rein sportlich sehen sich die Schützlinge von Trainer Karl-Heinz Helbing, der 1976 in Montreal die olympischen Bronzemedaille gewann, als klare Nummer drei der Oberliga. Doch die Metternicher wollen die unverhoffte Chance, de sich ihnen jetzt bietet, nutzen. kif
Quelle Rhein-Zeitung 25.11.2011
22.11.2011
ASV Karthause nur zu acht beim Derby
40:0-Wertung für Metternich – WKG feiert sieben Siege auf der Matte.
Weil die Ringerstaffel des ASV Karthause nur mit acht Athleten zum Lokalkampf nach Metternich kam, von denen einer auch noch Übergewicht hatte, stand der 40:0-Sieg der WKG Metternich/Rübenach schon an der Waage fest. Dennoch bewiesen die zehn WKG-Ringer auch auf der Matte ihre ausgezeichnete Form und entschieden sieben der acht ausgetragenen Kämpfe für sich.
Einzig Eugen Aiberspach musste sich dem überragenden Gästeringer Dimitru Berioza geschlagen geben, der nach seinem zwölften Sieg im zwölften Saisonkampf in der Hitliste der besten Regionalligaringer den zweiten Platz einnimmt. Mit einem Rundengewinn sorgte der Metternicher trotz der Niederlage für einen Achtungserfolg; „mit etwas Glück hätte er auch die vierte Runde gewinnen können“, stellte WKG-Mannschaftsführer Günter Peifer fest und war insgesamt mit seinen Schützlingen hochzufrieden: „Die Motivation für einen solchen Kampf ist nicht einfach, aber unsere Ringer haben sich zusammengerissen und ihre Pflicht erfüllt.“
Aiberspach-Bruder Eduard beispielsweise revanchierte sich gegen Roman Boni für die Pleite im Hinkampf, Roman Dostert beherrschte den ehemaligen deutschen Jugendmeister Andreas Meister in dessen erstem Saisonkampf für den ASV deutlich, und Jakob Hergenröther ließ sich gegen Andreas Hoffmann auch von zwei verlorenen Runden nicht vom Kurs abbringen und schulterte seinen Gegner im dritten Durchgang.
„Je länger der Kampf gedauert hat, desto besser wurde Jakob“, lobte Peifer die gute Kondition seines Schützlings. Weitere Schultersiege gab’s für Schwergewichtler Tim Pangsy, für Weltergewichtler Dominic Ziegermann und für Halbschwergewichtler Julien Grieß.
Max Furin feierte im Freundschaftskampf einen klaren Punktsieg gegen den sieben Kilo schwereren Artem Gofman.
„Jetzt richtet sich der Fokus auf den nächsten Samstag“, freute sich Peifer später des Abends auf den letzten Saisonkampf am kommenden Samstag, wenn es gegen die WKG Untere Nahe um den dritten Platz in der Abschusstabelle geht. An der Spitze feierte der ASV Pirmasens ein überraschend deutliches 24:17 über den bisherigen Tabellenführer ASV Mainz 88 II und „hat nun den Schwarzen Peter“, wie Günter Peifer feststellte. Denn jetzt „drohen“ den Pirmasensern die Aufstiegskämpfe zur Zweiten Bundesliga gegen Saarlandmeister KSV Köllerbach II. Noch ist ungewiss, ob die Pirmasenser den Aufstieg wirklich wollen – und ob sie ihn sich leisten können. kif
Quelle Rhein-Zeitung 21.11.2011
Kein Kampfabend für schwache Nerven
Hauchdünner WKG-Sieg in Ludwigshafen.
Ludwigshafen. Das war Millimeterarbeit! Ein einziges Pünktchen entschied zugunsten der WKG Metternich/Rübenach beim 20:19-Sieg im Auswärtskampf der Ringer-Oberliga beim KSC Friesenheim – für alle Beteiligten eine Nerven strapazierende Angelegenheit. „Zwischendrin hatte ich richtig Angst, dass es schiefgeht“, räumte Mannschaftsführer Günter Peifer nach dem glücklichen Ende für die WKG ein, „dabei waren die Friesenheimer genau so aufgestellt, wie ich es erwartet hatte.“
Und auch der Auftakt lief planmäßig für die Koblenzer, denn Nachwuchsmann Pascal Martini, 13 Jahre jung und erst seit zweieinhalb Jahren auf der Ringermatte aktiv, wiederholte gegen Kürsal Yilmaz seinen Schultersieg aus dem Hinkampf. Die erste Runde hatte der Metternicher abgegeben, „doch dann gab er richtig Gas“, freute sich Peifer. „Er hat sein großes Talent erneut bewiesen und war für mich unser Matchwinner.“
Wie wichtig Martinis Vierer in der Endabrechnung war, zeigte sich bald. Schwergewichtler Tim Pangsy, zurück von seinen Bundeswehr-Verpflichtungen, zog sich eine schmerzhafte Schulterverletzung zu und war froh über seinen knappen Punktsieg. Auch die anderen beiden Routiniers Max Furin und Roman Dostert steuerten die eingeplanten Siegpunkte bei, letzterer trotz einer schmerzhaften Nackenblessur aus dem vorigen Kampf. Doch dann sorgte Dominic Zeigermann für eine unliebsame Überraschung, als er gegen Stephan Krall gleich von der ersten Aktion überrascht wurde und auf die Schultern ging.
Ein Wechselbad der Gefühle erwartete die Metternicher im Freistil-Leichtgewicht. „Ich brauche einen Punkt“, hatte der Teamchef seinem Ringer Jakob Hergenröther eingeschärft. Dann gewann sein Schützling nicht nur die dritte Runde, sondern schien auch im nächsten Durchgang auf Erfolgskurs, bis er drei Sekunden vor Schluss die entscheidenden Punkte abgab. Da wäre vielleicht noch mehr drin gewesen. Knapper als befürchtet musste sich Eduard Aiberspach dem starken Marco Klären geschlagen geben.
Weil die Friesenheimer eine Klasse nicht besetzt hatten und den Gästen somit vier kampflose Punkte bescherten, fiel die entscheidende Rolle schließlich Klassik-Leichtgewichtler Dominic Theis zu. Zwar gelang dem jungen Koblenzer nicht die Wiederholung seines deutlichen Hinkampfsieges gegen Furkan Yildirim, doch seine zwei Rundengewinne reichten schließlich für den knappen Gesamtsieg, mit dem sich die Metternicher und Rübenacher den vierten Tabellenplatz in der Oberliga gesichert haben. „Wir haben nicht unverdient gewonnen“, zog Peifer sein Fazit, „obwohl die Friesenheimer richtig gut waren.“
Wenn die WKG nun nach dem bevorstehenden „Freilos“ gegen den Stadtrivalen ASV Karthause, der in dieser Saison noch nie in kompletter Besetzung angetreten ist und deshalb alle Kämpfe zu Null verloren hat, den letzten Heimkampf am 27. November gegen die WKG Untere Nahe nicht verlieren, werden sie sogar Tabellendritter. Und das wäre wahrlich ein schöner Erfolg für die junge Staffel, deren Protagonisten zum größten Teil in der vergangenen Saison noch in der Verbandsliga auf die Matte gingen.
Zum Saisonfinale darf es bei aller Spannung für Günter Peifer gern etwas entspannter zugehen: „Solche Abende gehen an die Substanz; das muss man nicht jeden Samstag haben.“ kif
KSC Friesenheim – WKG Metternich/Rübenach 19:20
50 kg (G): Kürsat Yilmaz Schulterniederlage 2. Runde (4:0, 3:3) gegen Pascal Martini; 0:4. 120 kg (F): Marcin Cichon – Tim Pangsy 6:7 (3:4, 0:2 2:0, 1:0, 0:1); 2:7. 55 kg (F): Timo Dechant – Max Furin 4:13 (4:4, 0:6, 0:3); 2:10. 96 kg (G): Marius Krall – Roman Dostert 0:3 (0:1, 0:1, 0:1); 2:13. 60 kg (G): Andre Zoschke – Jonas Hergenröther 15:2 (4:0, 7:1, 4:1); 6:13. 84 kg (F): Stephan Krall Schultersieger 1. Runde gegen Dominic Zeigermann; 10:13. 66 kg (F): Kadir Gönan – Jakob Hergenröther 15:9 (8:2, 1:3, 3:2, 3:2); 13:14. 74 kg (G): Marco Klären – Eduard Aibersbach 4:0 (1:0, 1:0, 2:0); 16:14. 66 kg (G): Furkan Yildirim – Dominic Theis 9:6 (1:2, 3:3, 3:1, 1:0, 1:0); 19:16. 74 kg (F): Eugen Aiberspach kampflos, Friesenheim o.V.; 19:20.
Quelle Rhein-Zeitung 15.11.2011
11.11.2011
In der Pfalz geht es schon um Platz drei
11.11.2011
Ringen Metternicher müssen nach Achtungserfolg gegen Mainz nach Friesenheim
Metternich. Zwar haben die Oberliga-Ringer der WKG Metternich/Rübenach ihren Heimkampf gegen den souveränen Spitzenreiter und Aufstiegsfavoriten ASV Mainz 88 II erwartungsgemäß verloren doch Mannschaftsführer Günter Peifer frohlockte nach dem 15:23: „Für uns war das ein gefühlter Sieg.“ Und das meinte er durchaus im Ernst.
Dass seine jungen Schützlinge – das Durchschnittsalter der Mannschaft betrug gerade mal 18,5 Jahre – gegen die Reserve des Bundesligisten gleich dreimal auf der Matte siegreich sein würden, hatten nicht mal die größten Optimisten erwartet. Hinzu kam ein kampfloser Sieg, weil die Mainzer die 74-Kilo-Freistilklasse nicht besetzt hatten.
Neben Routinier Max Furin, der gegen Sahin Kiziltas nach zwei klar gewonnen Runden im dritten Durchgang wegen einer Leichtfertigkeit in die Bredouille geriet und am Ende doch einen Schultersieg feierte, verdienten vor allem die Brüder Eugen und Eduard Aiberspach, die stets „ohne Murren“ (Peifer) die gestellten Aufgaben übernehmen, ein Sonderlob. Beide setzten sich diesmal gegen namhafte Gegner souverän durch. „Es hat mich vor allem für Eugen gefreut“, meinte Peifer, „der zuletzt etwas unglücklich agiert hatte und schon in der Kritik stand.“ Den jungen Mann deshalb nicht aufzustellen, stand für Peifer nie zur Diskussion: „Ich habe ihm das Vertrauen geschenkt, und er hat es gerechtfertigt.“
„Wenn ich so gut wäre, dass ich alles immer schon vorher weiß, würde ich samstags Lotto spielen.“ WKG-Mannschaftsführer Günter Peifer über die Unwägbarkeiten des Aufstellungspokers
So wird es auch im kommenden Auswärtskampf beim KSC Friesenheim keine größeren Veränderungen in der Aufstellung geben. Die Ludwigshafener haben zwar den Hinkampf im Metternich deutlich mit 10:28 verloren, in der Rückrunde aber mächtig Boden gutgemacht und nach Minuspunkten zur WKG aufgeschlossen.
Mit Andre Zoschke, Kadir Gönan und Marco Klären verfügt der KSC über drei Punktegaranten, die wohl auch für die Metternicher nicht zu schlagen sind. Umso wichtiger wird der Aufstellungspoker auf beiden Seiten – und die Tagesform. „Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass Athleten wie Julien Grieß, Dominic Theis oder Dominic Zeigermann ihre Vorrundensiege einfach so wiederholen“, mahnt Peifer. „Unsere jungen Leute haben noch Leistungsschwankungen, die es bei erfahreneren Leuten in dieser Form nicht gibt.“
Fraglich ist zudem der Einsatz von Roman Dostert, der sich gegen die Mainzer einen Nerv im Nacken eingeklemmt hat. „Wenn Roman nicht ringen kann, bekommen wir ein Problem“, gibt Peifer zu. Dennoch fahren die Koblenzer zuversichtlich in die Pfalz: „Die Jungs haben ordentlich trainiert und wissen, worum es geht“, meldet Peifer. Nämlich darum: „Bei einem Sieg können wir ernsthaft Platz drei anpeilen. Wenn wir aber verlieren, gerät sogar der vierte Platz in Gefahr.“ kif
WKG Metternich/Rübenach – ASV Mainz 88 II15:23
50 kg (G): Pascal Martini – Magomed Freund 0:19 (0:6, 0:6, 0:7); 0:4. 120 kg (F): Steffen Kreutz Schulterniederlage 1. Runde gegen Robin Ferdinand; 0:8. 55 kg (F): Marc Weyand – Ahmed Demir 0:18 (0:6, 0:6, 0:6); 0:12. 96 kg (G): Julien Grieß – Denis Forschner 0:16 (0:4, 0:6, 0:6); 0:16. 60 kg (G): Max Furin Schultersieger 3. Runde (6:0, 6:0, 5:4) gegen Sahin Kiziltas; 4:16. 84 kg (F): Roman Dostert – Konstantin Druker 0:7 (0:3, 0:1, 0:3); 4:19. 66 kg (F): Jakob Hergenröther Schulterniederlage 1. Runde gegen Erhan Halib; 4:23. 74 kg (G): Eduard Aibersbach – Matthias Mohr 18:2 (5:2, 7:0, 6:0); 8:23. 66 kg (G): Eugen Aiberspach – Dominik Weber 8:1 (1:0, 4:0, 3:1); 11:23. 74 kg (F): Dominik Zeigermann kampflos, Mainz o.V.; 15:23.
Quelle Rhein-zeitung 11.11.2011
05.11.2011
Ringen WKG Metternich/Rübenach gegen Mainz 88 Außenseiter.
Metternich. Zwei Mannschaften gibt es in der Ringer-Oberliga Rheinland-Pfalz, die sich nur gegenseitig bezwingen können. Alle anderen Staffeln haben da realistisch keine Chance. Vor zwei Wochen stellte sich die eine davon, der ASV Pirmasens, bei der WKG Metternich/Rübenach vor und gewann programmgemäß mit 30:12. Ähnlich wird es ausgehen, wenn am Samstag (20 Uhr, Oberdorfhalle) die zweite Mannschaft des Bundesligisten ASV Mainz 88 in Metternich gastiert.
„Man kann die Liste rauf und runter durchgehen, da ist für uns nicht wirklich was zu holen“, weiß WKG-Mannschaftsführer Günter Peifer, dessen Schützlinge schon den Hinkampf in Mainz mit 7:31 überdeutlich verloren haben. Nur Max Furin und Dominic Theis holten Punkte für die WKG. Viel mehr ist auch am Samstag nicht zu erwarten, trotz Peifers Vorbehalt: „Man weiß natürlich nicht, wen sie aufstellen.“
Für seine jungen Athleten lautet die Devise, sich so gut wie möglich zu verkaufen. Nach der Schlappe in Mainz hat Peifer beobachtet, dass die mitgereisten Zuschauer durchaus zufrieden waren, „weil sie sahen, dass jeder sein Bestes gegeben hat“. So lautet auch Peifers Forderung für den Samstag: „Ich erwarte nichts anderes, als dass sich jeder so gut wie möglich verkauft.“ Und wenn dann doch die eine oder andere Überraschung gelingen sollte, wird es auf jeden Fall ein ansehnlicher Kampfabend.
In der Mainzer Staffel stehen mit Magomed Freund (50 Kilo), Erhan Halib (66 kg Freistil), Konstantin Druker (74/84 kg Freistil), und Ahmet Demir (55/60 kg Freistil) etliche Ringer, die in dieser Saison noch ungeschlagen sind und denen die WKG wohl auch nichts Gleichwertiges entgegenstellen kann. Die vagen Hoffnungen auf ein paar Metternicher Siegpunkte ruhen erneut auf Furin und Theis; vielleicht kann auch Julien Grieß im Halbschwergewicht für eine Überraschung sorgen. „Wenn wir zehn bis zwölf Punkte holen sollten, wäre ich happy“, sagt Peifer. „Aber wir wissen, dass unsere wichtigen Kämpfe anschließend kommen.“ Dann geht es um die Positionen hinter den Mainzern und Pirmasensern. kif
Quelle Rhein-Zeitung 04.11.2011
28.10.2011
Taktische Spielchen gehen auf
WKG Metternich/Rübenach gewinnt Auswärtskampf in Speyer deutlich.
Von RZ Redakteur Stefan Kieffer
Speyer. Diesmal hat alles gepasst. Die Ringer der WKG Metternich/Rübenach gewannen ihren Oberliga-Auswärtskampf beim AV Speyer deutlich mit 28:11 und ersparten ihrem Anhang eine Zitterpartie wie beim knappen 22:18 im Hinkampf in eigener Halle. Die Umstellungen in der WKG-Staffel – mit Eugen Aiberspach, Dominic Zeigermann, Roman Dostert und Julien Grieß waren gleich vier Athleten eine Gewichtsklasse „aufgestiegen“ – zahlten sich aus.
Grieß und Dostert sammelten in den schweren Klassen jeweils vier Mannschaftspunkte ein, auch Zeigermann machte beim Schultersieg gegen Ivan Schmalzel wenig Federlesens, und Max Furin sowie Eduard Aiberspach steuerten zwei weitere „Vierer“ bei.
Leidtragender der taktischen Spielchen war Eugen Aiberspach, der im letzten Kampf des Abends gegen den besten Mann der Pfälzer antreten musste. Urij Makarov machte bei seinem Schultersieg kurzen Prozess, doch Aiberspach nahm die programmierte Pleite, so Peifer, „ohne Murren“ hin.
Mühe hatte Dominic Theis bei seinen drei knappen Rundengewinnen gegen Sebastian Rieser, während Pascal Martini sich in der leichtesten Gewichtsklasse auch von einer blutenden Nase nicht abhalten ließ, bis zum bitteren Ende auf der Matte zu stehen; sportlich war er gegen Christian Seiler wie im Hinkampf chancenlos.
Einzig Jakob Hergenröther konnte seinen Hinkampf-Erfolg gegen Vladislav Schmalzel nicht wiederholen. Nachdem er die beiden ersten Runden abgegeben hatte, schien der Koblenzer in Runde drei in Fahrt zu kommen, verkürzte auf 1:2 und war auch in der vierten Runde bei 3:1-Vorsprung auf gutem Weg. Doch dann riskierte er zu viel, griff noch mal an und kassierte per Konter einen Dreier, der seinem Gegner den Sieg bescherte. „Da war er zu leichtsinnig“, tadelte Mannschaftsführer Peifer, schob aber sogleich nach: „Dafür gewinnt er mal wieder, wenn es wichtig ist.“ Weil seine Schützlinge schon zur Halbzeit nach fünf Kämpfen mit 16:4 vorn lagen, so Peifer, „war ich diesmal überhaupt nicht nervös“. Dafür gab es auch keinen Grund.
Stattdessen sind die Aussichten der Metternicher und Rübenacher auf Tabellenplatz drei wieder größer geworden, da die WKG Untere Nahe nun schon zum zweiten Mal in Folge durch Undiszipliniertheiten seiner Athleten einen eigentlich schon gewonnenen Kampf verloren hat. Trotzt der deutlichen Hinrunden-Niederlage in Bad Kreuznach (11:29) hat die WKG nun also alle Chancen, durch einen Sieg im Rückkampf am 26. November an den Nahestädtern vorbeizuziehen.
Doch zunächst steht für die Metternicher und Rübenacher am kommenden Samstag (20 Uhr, Metternicher Oberdorfhalle) der Heimkampf gegen Tabellenführer ASV Mainz 88 II auf dem Terminplan. „Diese Aufgabe gehen wir ohne jeglichen Zwang und Druck an“, sagt Peifer im Wissen, dass der Aufstiegsfavorit in „normaler“ Aufstellung nicht zu besiegen sein wird. kif
Quelle Rhein-Zeitung 31.10.2011
28.10.2011
WKG-Nachwuchs sammelt Erfahrung
Ringen: Oberligist aus Metternich und Rübenach investiert in die Zukunft – 12:30 gegen Pirmasens.
Von RZ Redakteur Stefan Kieffer
Metternich. Die Abschaffung der gemeinsamen Regionalliga mit den Saarlandvereinen hat die rheinland-pfälzische Ringer-Oberliga deutlich aufgewertet. Auch die WKG Metternich/Rübenach, die der Regionalliga mehr als ein Jahrzehnt lang angehörte, hat der unfreiwillige „Abstieg“ offenbar nicht geschadet. „Ich sehe unsere Mannschaft nicht als Absteiger aus der Regionalliga, sondern eher als Aufsteiger aus der Verbandsliga“, verdeutlicht WKG-Mannschaftsführer Günter Peifer die momentane Situation des Koblenzer Vereins.
Zwar waren die jungen WKG-Athleten bei der 12:30-Heimniederlage gegen den ASV Pirmasens, derzeit Tabellenzweiter und Mitfavorit auf die Meisterschaft, erwartungsgemäß ohne Chance, doch die Zuschauer gingen trotzdem zufrieden nach Hause. Allen voran WKG-Vorsitzender Walter Pangsy, der angesichts des 11:10-Vorsprungs nach den ersten fünf Kämpfen freudig feststellte: „Ich habe insgesamt nur mit acht Punkten gerechnet, jetzt haben wir schon elf.“
Dazu hatte zwar auch die Tatsache beigetragen, dass die starken Pfälzer die leichteste Klasse unbesetzt gelassen hatten, doch die auf der Matte errungenen Siege von Marc Weyand und Max Furin hatten unbestreitbar ihren sportlichen Wert.
Nach der Pause schickten die Pirmasenser dann ihre „Granaten“ (Pangsy) auf die Matte, gegen die sich die Metternicher und Rübenacher zwar mutig und nach Kräften wehrten. Mehr als ein einziger Rundengewinn, clever errungen durch Eugen Aiberspach, war nun aber nicht mehr drin, die letztlich deutliche Niederlage war nicht zu verhindern.
In Abwesenheit der beiden Routiniers und Punktegaranten Tim Pangsy und Roman Dostert waren die jungen Nachwuchsathleten im Alter von 15 bis 18 Jahren quasi unter sich. Die meisten waren schon im Vorjahr dabei, als die zweite Mannschaft der WKG unter Peifers Führung souverän den Meistertitel in der Verbandsliga errang und sich das Aufstiegsrecht in die Oberliga sicherte. Den Platz in der Oberliga hat nach dem Aus für die Regionalliga logischerweise die erste Mannschaft übernommen, aber eben mit den Athleten der Zweiten. Die scheinen auf einem guten Weg, die Oberligareife zu erwerben. Dreimal pro Woche sind sie im Training, das der ehemalige WKG-Erfolgsringer Michael Macher leitet. Als einziger Oberligist hat die WKG bisher in allen neun Kämpfen das volle Aufgebot von zehn Ringern auf die Matte geschickt. „Wir haben 14 bis 15 einsatzfähige Ringer zur Verfügung“, erklärt Peifer, der seine zweite Mannschaft schweren Herzens für diese Runde abgemeldet hat: „Es hat! ja keinen Sinn, wenn die Zweite am Ende nur mit fünf oder sechs Ringern antritt.“
So sammeln die Nachwuchskräfte ihre Erfahrungen auf Drittliga-Niveau. Und auch wenn gegen starke Gegner wie die Pirmasenser noch kräftig Lehrgeld bezahlt werden muss, so verspricht Mannschaftsführer Peifer dennoch: „Warten Sie mal noch drei, vier Jahre, dann werden wir mir diesen Jungs noch viel Spaß haben.“
Quelle Rhein-Zeitung 24.10.2011
17.09.2011 WKG Metternich-Rübenach - KSC Friesenheim 28:10
Die Stimmung war gut am Samstag den 17.09.2011. Wie hätte sie auch schlecht sein können? Es war wieder Ringen in Koblenz angesagt. Die WKG Metternich-Rübenach lud ein zum Kampf gegen den KSC Friesenheim. Da die WKG bis dato zu Hause noch ungeschlagen war, waren die Erwartungen an die Mannschaft sehr hoch und das Publikum wollte einen weiteren Erfolg ihrer Mannschaft sehen. Und ihre Hoffnungen sollten nicht enttäuscht werden. Jeder, der die Betreuer der Mannschaft kennt weiss, im Vorfeld wird bereits gerechnet wie der Kampf ausgehen könnte. Nach dem Wiegen gibt es dann erste Prognosen. Die Voraussage am Samstag: Das wird ein enges Ding, aber wir können es schaffen. Mit diesem Gefühl startete nun also unsere Mannschaft zum nächsten Heimkampf.Den Auftakt machte wie immer die leichteste Gewichtsklasse bis 50 Kg Freistil. Das aus eigener Jugend ausgebildete Ringertalent Pascal Martini (erste Saison für Pascal) traf auf Kürsat Yilmaz. Da sich Pascal beim Training am Freitag verletzte, war es nicht sicher ob er seine volle Leistung bringen kann. Entgegen der Befürchtungen begann Pascal schnell mit einigen Beinangriffen und überraschte so seinen Gegner. Nachdem er ihn auf den Boden gerungen hatte, beendete er bereits nach einer Minute Kampfzeit die Begegnung durch Schultersieg. Nach dem Kampf wurde Pascal von der Mannschaft zum besten Ringer des Abends gewählt. Wir hoffen, dass noch viele weitere solcher Kämpfe folgen werden.
Da 84 Kg Ringer Roman Dostert wegen familiärer Verpflichtungen nicht bis zum Ende des Kampfes bleiben konnte wurde dieser Kampf nun vorgezogen.Es ist sehr hoch anzurechnen, dass Roman für seine Mannschaft mehrere hundert Kilometer gefahren ist, nur um sein Team an diesem Tag zu unterstützen. Die nächste Begegnung hieß also 84 Kg Gr.röm. Marius Krall sollte sein Gegner sein. Der ehemalige Regionalligaringer beherrschte den Kampf von Beginn an und ließ seinem Gegner keine Chance sich in den Kampf einzufinden. In der zweiten Minute dann beendete er das Duell vorzeitig durch einen Schultersieg. Die Mannschaft dankt für weitere vier Punkte.
Dann nahm der Abend wieder seine gewohnte Kampfreihenfolge an. In der schwersten Gewichtsklasse bis 120 Kg Gr.-röm. Stellte sich Tim Pangsy gegen seinen 112 Kg schweren Gegner Marcin Cichon. Der Routinier der Mannschaft beendete die erste Runde souverän mit 7:0 und zeigte zu keinem Zeitpunkt Unsicherheiten. Dass er als Punktelieferant nicht verzichtbar ist zeigte er dann in der zweiten Runde, in der er seinen Gegner auf Schulter bezwang. Ein Fest für die Zuschauer und vier weitere Punkte für die WKG.
Der nächste Kampf war die Gewichtsklasse bis 55 Kg Gr.-röm. Max Furin gegen Timo Dechant. Max hatte Probleme richtig in den Kampf zu kommen und tat sich sichtlich schwer mit seinem Gegner. Die erste Runde konnte er nur knapp mit 1:0 für sich entscheiden. Aber ab der zweiten Runde sah das Ganze dann anders aus, hatte er die erste Runde noch knapp gewonnen, beendete er die zweite Runde klar mit 4:1 Punkten für sich. Mit einer starken Energieleistung in Runde drei schaffte es der Hitlisten Zweitplatzierte seinen Gegner drei Mal durchzudrehen wodurch er die letzte Runde vorzeitig mit 7:0 gewann. Durch die 11 Punkte Unterschied wurde der Kampf technisch überlegen mit 4:0 gewertet.
Der letzte Kampf vor der Pause war 96 Kg Freistil. Julien Gries traf auf Stephan Krall. Da die WKG bis zu diesem Kampf mit 16:0 am führen war, war das Ziel vier Punkte zu machen um in jedem Fall das Unentschieden von 20:20 zu erreichen. Dies schrie nach einer Aufgabe für Julien. Taktisch sehr gut gerungen schaffte es Julien nach einem Rundenstand von 1:1 seinen Gegner in der dritten Runde zu mehrfachen Fehlern zu zwingen. Diese nutzte der Koblenzer gekonnt aus und schaffte es eine Schleuder seines Gegners abzufangen. Kraftmäßig stärker als sein Gegner schaffte es Julien bei dieser Aktion seinen Gegner zu schultern. Jetzt war klar, zur Pause ist es geschafft, die WKG bleibt zu Hause ungeschlagen.
Der erste Kampf nach der Pause bestritt in der 60 Kg Klasse Marc Weyand gegen Andre Zoschke. Marc verteidigte sich sehr gut und schaffte auch die zweite und dritte Runde über die volle Distanz zu gehen, fand jedoch leider kein Mittel gegen seinen starken Gegner und verlor technisch Überlegen. Zwischenstand 20:04
66 Kg Gr.-röm. war die Aufgabe für Dominic Theis.Sein Gegner Furkan Yildirim schaffte es sechs Minuten nicht ein wirksames Mittel gegen den taktisch sehr gut ringenen Koblenzer zu finden. Dominic zeigte in einem beherztem Kampf ein weiteres Mal seine ringerische Klasse und gewann nach Punkten 3:0. Zwischenstand 23:04, und damit klar, der nächste Heimsieg war perfekt.
74 Kg Freistil brachten die Gäste das Ringertalent Adem Yildirim mit. Dominic Zeigermann war die Antwort der WKG. Dass dies ein spannender Kampf werden würde war klar. Beide Gegner kannten sich gut aus der letzten Verbandsligasaison und wussten, dies würde kein leichter Kampf werden. Gewann Dominic die erste Runde noch mit 2:1 Punkten, musste sein Gegner in der zweiten Runde wegen einer Verletzung aufgeben. Wir wünschen schnelle Genesung und Glückwünsche an Dominic für die nächsten vier Punkte.
Der vorletzte Kampf sollte der längste des Abends werden. Über eine Dauer von 8 Minuten kämpfte Jakob Hergenröther gegen Kadir Gönan in der Klasse bis 66 Kg Freistil. Die beiden Kontrahenten kämpften auf gleicher Augenhöhe, Jakob musste sich jedoch nach der vierten Runde geschlagen geben. Zwar führte er in dieser Runde, gab jedoch am Ende zu viele Punkte ab. Der Kampf wurde mit 3:1 für die Gäste gewertet.
Der letzte Kampf des Abends war bis 74 Kg Gr.-röm. Eduard Eiberspach gegen Marco Klären ließ die Anzeige verlauten. Zwar gewann Klären mit 3:0 Punkten. Aber es war jedoch nicht so einfach wie er es sich Anfangs vorgestellt hatte. Eduard kam mit der Zeit immer besser in den Kampf rein und bot seinem Gegner bis zuletzt Parole. Sich im letzten Kampf des Abends, bei schon Gewonnenem Kampf, noch so zu quälen zeigt welche Kämpfernatur Eduard ist. Wir gratulieren zu dieser kämpferischen Leistung und wünschen alles Gute für den Rückkampf! Endergebnis 28:10
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20.08.2011 WKG Metternich-Rübenach - AC Thaleischweiler 24:16
So beginnt es also auf ein Neues. Die Oberligasaison 2011 beginnt mit dem ersten Kampftag. Die Begegnung hieß WKG gegen den AC Thaleischweiler. Bereits im Vorfeld war klar, es würde ein harter Kampf werden. Nach der erfolglosen Saison der ersten Mannschaft 2010, der Meisterschaftssaison der zweiten Mannschaft und einigen Abgängen war es für den Beobachter nicht abzusehen wie stark die diesjährige Oberligastaffel der WKG nun werden würde. Mit dem erfahrenen Betreuerduo Michael Macher und Günter Peifer auf der Ecke war jedoch klar, dass die Mannschaft taktisch perfekt eingestellt sein würde. (Hier mit Ringer Max Furin)

Es begann schon glücklich auf der Waage. In der 96 kg Klasse kamen die Gäste unbesetzt.


Der Abend begann in der 50 kg Klasse Freistil. Hier gab Pascal Martini sein Mannschaftsdebüt. Der Ringer aus eigener Jugend konnte leider kein Mittel gegen den starken Jens Joas finden und verlor bereits nach 17 Sekunden auf Schulter. Somit führten die Gäste mit 0:4

In der Klasse bis 120 kg Gr.-röm. Stellte sich Tim Pangsy gegen Tobias Kisiel. Routiniert beherrschte Tim seinen Gegner und entschied die ersten beiden Runden frühzeitig, technisch überlegen mit 6:0 bevor er die dritte Runde ebenfalls mit 4:1 Punkten gewann. Somit steuerte Tim 4 wichtige Punkte zum Endergebnis hinzu. Zwischenstand: 4:4

Bis 55 kg Gr.-röm. stellte sich Max Furin für die WKG gegen den mit Übergewicht gestarteten Erino Schäfer. Max lies zu keinem Zeitpunkt des Kampfes daran zweifeln wer den Kampf beherrscht. Nachdem er die erste Runde mit 6:0 Punkten frühzeitig beendete schulterte er seinen Gegner in der zweiten Runde und brachte die WKG nach dem dritten Kampf erstmals in Führung. Zwischenstand 8:4

Wie bereits erähnt kamen die Gäste in der 96 kg Klasse unbesetzt. Kampfloser Sieger Julien Gries. Zwischenstand 12:4

Der letzte Kampf vor der Pause war in der Klasse bis 60 kg Freistil. Hier trafen Jonas Hergenröther und Fabian Schneller aufeinander. Es sollte der bis zur Pause spannendste Kampf werden. Man merkte gleich zu Beginn des Kampfes, dass sich hier zwei Ringer gegenüberstanden die sich gegenseitig nichts schenken würden. Schneller gewann die erste Runde knapp mit 0:1 Punkten. Auch die zweite Runde schien schon sicher in den Händen der Gäste als Schneller beim Zwiegriff Jonas nach draussen tragen wollte. Dabei berührte er jedoch als erster die blaue Zone wordurch die Runde mit 1:0 an Jonas ging. Die dritte Runde gewann wieder der Ringer der Gäste mit 0:1. Von den vorherigen Runden augehend erwartete jeder in der Halle in der vierten Runde ein ebenso knappes Ergebnis. Mit einer starken Aktion wuchs in dieser Runde jedoch Jonas über sich selbst hinaus und es gelang ihm seinen Gegner auf Schulter zu besiegen. Somit stand es zur Pause 16:4 für die WKG und alle Zeichen standen auf Sieg.

Nach der Pause ging es weiter mit dem wohl spektakulärsten Kampf des Abends. In der Klasse bis 84 kg Gr.-röm. traf Roman Dostert auf Stephen Horton. Beide Ringer machten sofort klar, dass beide Ahnung vom Ringsport haben und nicht zu unterschätzen sind. In der ersten Runde gelang es Roman nach einer 1:0 Wertung mit einem wunderbar ausgeführten Überwurf eine 5 zu erhalten und die erste Runde frühzeitig mit 6:0 zu beenden. Auch die zweite Runde beendete er technisch überlegen durch einen Überwurf wie aus dem Bilderbuch. Die dritte Runde entschied er schließlich mit 1:0 und sicherte somit 4 weitere Punkte für die WKG. Somit stand es 20:04 für die Heimmannschaft.

Die Klasse bis 66 kg Gr.-röm. fing hektisch und punktreich an, endete jedoch auch bereits in der ersten Runde. Eugen Aiberspach musste sich nach einigen schnellen Aktionen Lukas Demberger durch Schulterniederlage geschlagen geben. Zwischenstand 20:08.

Der nächste Kampf war 74 kg Freistil. Die WKG stellte ihren Freistilspezialisten Dominic Zeigermann. Jedoch auch die Gäste hatten einen Spezialisten im Aufgebot. Andreas Kubiak sollte sich für die Gäste auf die Matte stellen, ein Name, welcher wohl jedem Ringsportfan ein Begriff sein sollte. Vor dem Kampf rechnete wohl niemand damit, dass Dominic gegen den Spitzenmann Mittel finden würde, jedoch wurden wir an diesem Abend eines besseren belehrt. Gewann Kubiak noch die erste Runde mit 6:0 schaffte es Dominic durch seine Agilität und seiner technischen Leistung seinem Gegner die zweite Runde mit einem Ergebnis von 5:5 abzunehmen. Taktisch wurde es nun auf der Ecke. Dominic durfte die letzten beiden Runden verlieren , nur nicht mit so viel Punktunterschied und nicht auf Schulter. So schaffte es Dominic mit einer hervorragenden taktischen Ringleistung zwar keinen Sieg, verhalf jedoch durch seiner 1:3 Punktniederlage der WKG zum vorzeitigen Sieg. Glückwunsch für diesen starken Kampf. Zwischenstand: 21:11

Im vorletzten Kampf des Abends bis 66 kg Freistil hieß die Begegnung Jakob Hergenröther gegen Thorsten Wenk. Trotz jeder Bemühungen musste sich Jakob seinem Gegner mit 0:1 , 0:3 und 2:3 Punkten geschlagen geben. Somit stand es vor dem letzten Kampf des Abends 21:14.

Der letzte Kampf des Abends sollte auch der längste werden. Über die volle Kampfzeit von 10 Minuten kämpfte Eduard Aiberspach gegen Adolf Fahrenbruch. Die beiden Ringer schenkten sich nichts und boten dem Publikum im letzten Kampf noch einmal kämpferische Höchstleistung. Nachdem die ersten vier Runden mit 1:0 , 2:6 , 0:2 und 2:0 beendet wurden, musste die entscheidende fünfte Runde ausgetragen werden. Mit 2:2 aber der letzten Wertung von Eduard, gelang es Ihm den Kampf schließlich für sich zu gewinnen und verhalf seiner Mannschaft zum Endergebnis von 24:16 Punkten.

Wir danken den Zuschauern für die Unterstützung und hoffen alle beim nächsten Heimkampf erneut begrüßen zu dürfen.
15.11.2011